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Wie und weshalb soll die Sprachlerneignung getestet werden?

Bereich: 
Individuelle Mehrsprachigkeit
Projektleitung:

Forschungspartner:
Hansjakob Schneider, PHZH

Dauer: 
01.2017 bis 12.2019
Status: 
In Bearbeitung
Beschreibung: 

Seit den 1950er-Jahren ist die individuell unterschiedlich ausgeprägte Eignung zum Sprachenlernen Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Verschiedene Bereiche der Fähigkeit der Individuen, Fremdsprachen zu lernen, wurden ermittelt und unter dem Begriff Sprachlerneignung (Fähigkeit, den Fremdsprachen eigene Tonfolgen zu erkennen, einzuordnen und sich anzueignen, Fähigkeit, sinntragende Regelmässigkeiten zu erkennen usw.) zusammengefasst. Ein weiterer Teil der Forschung hat sich im Übrigen auch mit emotionalen und/oder persönlichen Faktoren befasst, die einen Einfluss auf die erreichte Kompetenz haben können (zum Beispiel Motivation, Ängstlichkeit, Identität usw.), sowie mit den Effekten der Eigen- und Fremdwahrnehmung von Sprachkompetenzen.

Im Rahmen unseres Projekts stützen wir uns auf theoretische und empirische Erklärungen des individuellen Potentials zum Sprachenlernen mit einem prädiktiven Ansatz. Wir werden auf die folgenden Forschungsfragen eingehen: Welche Faktoren können die Unterschiede in der individuellen Sprachlerneignung erklären und voraussagen? Stehen diese Faktoren in Zusammenhang mit:

  • allgemeinen Lernkompetenzen;
  • sprachspezifischen Kompetenzen;
  • Effekten von Motivation/Ängstlichkeit/Persönlichkeit usw.?
Ziel – Erwartete Resultate: 

Das Projekt verfolgt zwei Hauptziele. Einerseits sollen Potential und Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler beim Fremdsprachenlernen besser verstanden werden, um in der Pädagogik eine angemessene Differenzierung zu erreichen („Binnendifferenzierung“).  Insbesondere ist es wichtig, zu erkennen, ob allfällige Schwierigkeiten spezifisch den einzelnen Fremdsprachen zuzuordnen sind (oder allgemeiner dem Sprachbereich), ob es sich um allgemeine Lernschwierigkeiten handelt oder ob sie Auswirkungen von emotionalen Faktoren sind.

Andererseits soll das Projekt die Entwicklung eines gültigen diagnostischen und prognostischen Tests ermöglichen. Dieser soll von den Lehrpersonen genutzt werden können, um die Stärken und Schwächen ihrer Schülerinnen und Schüler zu ermitteln und die weniger stark entwickelten Aspekte gezielt zu fördern.